Migration David FX 12 auf David3 auf neuen Server

  • Hallo,

    ich muss unseren Tobit-Server (Fx12, aktuell noch ohne Sitecare) auf einen neuen Server umziehen, da der Support für Windows Server 2008 ja ausläuft.

    Ich habe schon einiges an Beiträgen gefunden, aber leider keine genaue Beschreibung. Vielleicht habe ich auch nur falsch gesucht, dann wäre es sehr nett, wenn mir jemand einen link senden könnte.

    Migrationstool habe ich nicht, daher müsste ich per Stronbox oder manuell migrieren.

    Wir haben 95 Benutzer und eine Datenmenge von ca 1,3 TB. Ist also keine schnelle Aktion.

    Falls doch mit Migrationstool: hat das schon jemand mit David3 und so einer Datenmenge gemacht?

    Vielen lieben Dank für Eure Hilfe

  • Wenn du da noch keine Erfahrung hast rate ich dir persönlich davon ab das selbst zu versuchen. Ein Server ist kein Thermomix mit Kochrezept. Das Tool ist nur ein Werkzeug und kein Zaubergerät. Es gibt hier über viele Jahre seitenlange Geschichten weil Leute das total unterschätzt haben.

    Es gibt eine Reihe erfahrene Partner die im Moment sehr viele Migrationen machen von David alt zu David neu oder Exchange alt zu David neu aus den selben Gründen wie du und weil Microsoft im Moment meiner Meinung nach für den Mittelstand und kleine Kunden keine guten Preis-/Leistung Alternativen hat. Lass das einen (damit erfahrenen!) Partner machen und der wird dafür bezahlt dass es läuft. :thumbup:

    "Programming today is a race between software engineers striving to
    build bigger and better idiot-proof programs, and the Universe trying
    to produce bigger and better idiots. So far, the Universe is winning."

  • Ich habe solche Wechsel mehrfach mit eigenen Systemen durchgeführt.

    Am einfachsten ist es wenn die Hardware getauscht wird und der alte Server dann - zumindest vorerst - komplett außer Betrieb geht und somit sein Name im Netzwerk ebenso wie seine IP Adresse frei werden.


    Als erstes wird der David auf dem alten Server auf eine Version gebracht welche sich auch auf dem neuen Server (gemeint ist die Windows Server Version) sauber installieren lässt falls sie das nicht bereits ist.

    In jedem Fall bewahre ich die alte Installation in Form der Datenträger auf und installiere das Betreibssystem vollständig neu.


    Dann installiere ich das neue System so, das der David Server wieder alles beim alten vorfindet, Servername und IP-Adresse bleiben also gleich, ebenso bleibt der Installationsort des David Servers auf der neuen Hardware (Laufwerksbuchstabe und Verzeichnis) gleich.


    Den David Server installiere ich auf dem neuen Server erst einmal mit genau der gleichen Version wie sie auf dem alten Server zuletzt lief neu und beende anschließend alle seine Dienste + den SQL Server Dienst.


    Anschließend kopiere ich das gesamte David Installationsverzeichnis von den alten Platten über die neue Installation.


    Manche machen das genau anders herum, allerdings hat es bei uns so immer funktioniert und entsprechend bleibe ich dabei.


    Am Ende hab ich meinen David Server mit all seinen Daten wieder genau so am laufen wie er das vorher getan hat, nur auf der neuen Windows Server Version und gegebenenfalls auf neuer Hardware sowie generell auf neunen Datenträgern.
    Wenn diese shematische Erläuterung nicht ausreicht möchte ich mich allerdings der Aussage von Jockel anschließen und rate dringend dazu das einem erfahrenen Tobit Partner zu übertragen der das häufiger macht.

  • Bei der Datenmenge kann ich Dir auch nur die Methode von riawie empfehlen, wenn Du einigermassen schnell wieder an einen laufenden DAVID mit kompletten Datenbestand kommen willst.


    Nachteil ist allerdings, dass Du damit auf dem neuen Server 2019 zuerst einmal eine alte SQL-Datenbank hast. Hier im Forum gibt es aber auch gute Anleitungen zum nachträglichen Migrieren der SQL-Datenbank auf die neuste mit DAVID gelieferte Version.


    Wenn Dein neuer Server exakt so wie der alte heissen kann und auch dieselbe IP-Adresse bekommt, dann klappt das mit dem Kopieren der DAVID-Installation sehr gut. Bedenke in jedem Fall, dass Du auch mit Robocopy stundenlang kopieren wirst, weil Du bei 1.3 TB Datenbestand u.U. hunderttausende von kleinen und kleinsten Dateien bewegst. Ein Wochenende ist dabei schnell rum und Euer Emailsystem ist die ganze Zeit offline. Wenn Euer Provider oder ein SMTP-Proxy in der Zeit aber die neuen Emails zwischenspeichert, dann ist das OK, so lange Du Deine Chefs davon überzeugen kannst, dass es eben einmal längere Zeit kein Email gibt.

  • in Sachen kopieren kann ich nur dazu anregen sich vorher rechtzeitig für SSDs zu entscheiden.

    Wir haben damals beim ersten Umstieg auf SSDs auch in etwa die gleiche Datenmenge gehabt und noch vor dem Umzug die Datenträger im alten Server mittels Spiegelung dupliziert.

    Am Tag des Umzugs wurden dann erst der neue Server vorbereitet, dann am alten Server alle Dienste beendet, der Spiegel abgetrennt und dieser dann im neuen Server welcher ebenfalls auf SSD Basis lief die Daten von der Spiegel SSD des alten Servers kopiert.

    Alles in allem hat das kopieren der Altinstallation auf den neuen Server mit kompletter Inbetriebnahme des neuen Servers locker in die Nachtruhe der Firma von Freitag auf Samstag gepasst, als morgens die ersten wieder auf ihre Smartphones geschaut haben lief wieder alles.

    Am Ende ist das alles eine Frage gescheiter Vorbereitung.

    Für den Zweck des spiegelns und Daten rüber tragens empfehle ich übrigens Samsung 860 Pro SSDs von minimal 2 TB

  • Noch einfacher geht es wenn man einfach die virtuelle HDD dupliziert, Virtualisierung vorausgesetzt ;)

    Bei Installationen in der Größe würde ich auch auf jeden Fall versuchen zu vermeiden die Daten via Robocopy oder Migration Tool zu bewegen.


    Consumer Hardware im Server würde ich allerdings nicht empfehlen. Ist als Systemhaus aber auch was anderes, wenn das der interne ITler macht mags OK sein.

  • Vielen Dank für Eure Unterstützung. Der Tipp von NoHopeNoFear mit Spiegeln der virtuellen HDD würde mir schon sehr gefallen. Das Spiegeln des Installationsordners genügt also, dass man dann all seine Benutzer, Verteilregeln und Einstellungen wieder hat? Dann würde ich so vorgehen, wie es riawie beschreibt und statt kopieren halt die virtuelle HD spiegeln.

    Eigentlich würde ich mir dabei sogar gerne den Umstieg auf david3 sparen, sehe hier noch keinen großen Mehrwert für meine Benutzer. Die sind eh immer sehr empfindlich mit irgendwelchen Neuerungen.


    Nochmal besten Dank.

  • NoHopeNoFear als "Wegwerfmedium" zum Transportieren der Daten ist das empfohlene SSD mehr als tauglich, zumal ja klar und deutlich dran steht das - selbst wenn der Server Recycelt werden sollte - der Original-Datenträgersatz sicher aufbewahrt werden soll bis die neue Installation mit allen Daten läuft.

    Nur weil das offensichtlich schon von einem Profi missverstanden wurde noch mal zur Klarstellung:

    1. SSD in alten Server einbauen

    2. Spiegelung der Daten einrichten

    3. neuen Server komplett vorbereiten, so das der David installiert werden kann

    4. alle David Dienste auf dem alten David Server beenden und ihren Start unterbinden (just in case...)

    5. Spiegel auf dem alten Server abtrennen.

    6. alten Server vom Netz nehmen

    7. neuen Server so umbenennen das er den Namen und die IP des alten Servers übernimmt

    8. David auf neuem Server in der Version welche auf dem alten Server lief frisch installieren.

    8a. dabei alle Laufwerksbuchstaben und Pfade exact wieder so wie auf dem alten Server einstellen.

    8b. alle David Dienste beenden und deaktivieren damit sie nicht versehentlich gestartet werden

    9. Spiegel bzw. Daten-Transport SSD welche im alten Server erzeugt wurde in neuen Server einsetzen

    10. die komplette David Installation von der Spiegel SSD über die gerade frisch erzeugte David Installation kopieren

    11. Daten-Transport SSD aus neuem Server entfernen

    12. David Dienste wieder aktivieren und starten, nur den Grabbing Server noch nicht.

    13. neuen David Server auf Herz und Nieren prüfen, wenn alles o.k. auch den Grabbing Server starten und prüfen


    Wenn man bis hier gekommen ist kann sowohl der alte Server (bzw. dessen Plattensatz), als auch das Consumer SSD - welches ausschließlich zum Datentransport bemüht wurde - einer anderweitigen Verwendung zugeführt werden.

    Consumer SSDs sind sicher nicht das worauf man seinen Server betreiben möchte oder gar als Systemhaus die Gewährleistung dafür übernehmen mag, als Datentransportmedium im hier dargestellten Einsatzfall gibt es jedoch genau keinen Grund nicht dazu zu raten ein solches einzusetzen wenn es denn für die Aufgabe fix genug ist.

    Da die Spiegelung aus Schritt 2 eh einige Tage Zeit hat und damit das Schreiben der Daten nicht kritisch ist und das empfohlene SSD im Lesebetrieb - wie bei Schritt 10. - nun wirklich mehr als ausreichend Dampf hat um die Downtime des neuen Servers kurz genug zu halten kein ganzes Wochenende, down zu sein, sondern alle Daten binnen einer - Nachts eh üblichen Pause der Mitarbeiter - auf den neuen Server zu schaufeln braucht man auch aus dem Gesichtspunkt kein - vor allem erst mal teureres - Server Grade Laufwerk für den Datentransfer.

    Wenn es darum geht die Downtime weiter zu verkürzen sollte man eher zu anderen Methoden greifen.
    A. Postfächer der Nutzer klein halten und automatische Ablageordner (mit max. 3 Monaten bis zur Ablage) aktivieren, dabei deren komprimierung nutzen!
    B. rechtzeitig vor dem Serverumzug (das braucht eine Weile um wirksam zu werden) alle Ordner welche kein löschen mehr zulassen müssen und nicht als eingang oder Ausgang fungieren ebenfalls komprimieren.

    Damit wird die unter Schritt 10. benötigte Zeit drastisch reduziert.
    Die in B. komprimierten Ordner kann man dann auf dem neuen Server wieder entkomprimieren lassen, das dauert ein par Tage, danach können die Nutzer auch wieder alles anstellen was sie gewohnt sind.
    Und wenn es denn sein muss kann man dann sogar die Ablageordner wieder entkomprimieren, auch wenn ich das nicht wirklich empfehlen kann.

    Disclaimer
    Alle Empfehlungen basieren auf der oben genannten Datenmenge von etwa 1.3 TB und den wenigen bekannten Eckdaten.

    Bei größeren Datenmengen und mehr bekannten Eckdaten würde ich eventuell angepasste Empfehlungen geben...

  • vtbodf ich schrieb noch an meiner Erwiderung auf NoHopeNoFear als Du Deine Nachfrage gestellt hast, entsprechend überschnitt sich das nun...

    Ja, es reicht aus das Du die komplette David Installation spiegelst.
    Wenn Dein alter david Server in einer virtuellen Umgebung läuft und auch der neue David Server in dieser laufen wird kann natürlich der Spiegel auch mit Boardmitteln dieser Umgebung erzeugt werden und man braucht vielleicht kein weiteres SSD um das eigentliche kopieren der Daten in die neue Installation zu beschleunigen.
    In dem Fall sollte man aber die empfehlungen A. und B. aus meinem vorigen Kommentar prüfen, denn Spiegel innerhalb eines Storage Systems sind nicht zwingend performant genug was solche Umkopieraktionen wie sie in Schritt 10. nötig wird angeht.

    PS: alles im vorigen Kommentar beschriebene geht davon aus das die David Nutzer Domänenmitglieder sind und auf dem alten wie auf dem neuen Server die gleichen UserIDs hatten und haben.

    PPS: Einen Punkt hatte ich vergessen, nach der Umkopieraktion müssen die vom David bei der Installation auf den Servern eingerichteten lokalen Nutzer bzw. deren Rechte an den kopierten Dateien wieder hergestellt werden.
    Die Details dazu hab ich allerdings gerade nicht so im Kopf das ich sie jetzt schnell runterschreiben kann, zumal ich gleich in ein Meeting muss...

    Vielleicht springt da wer anders ain, ansonsten gern später

  • Hallo, folgende Problematik habe ich. Bei einem Kunden von mir ist die AD abgeraucht und wir können den alten Server (Server 2012 Essential) nicht mehr starten. Das Tobit Archiv konnten wir retten. Nun haben wir einen neuen Server (Server 2019 Standard) aufgesetzt. Tobit haben wir auch schon neu aufgesetzt und das läuft auch wieder. Ursprünglich wollte ein Kollege die alten Archive einbinden, jedoch lässt der uns seit Wochen hängen. Hat hier vielleicht jemand die Möglichkeit die Archive (5 Postfächer) ins neue David zu mirgieren? Natürlich wird der Aufwand normal bezahlt. Ein Zugang per Teamviewer existiert.

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