Migration von Exchange zu David - wie geht man das an?

  • Folgendes Szenario:


    Kunde hat aktuell den 2011 SBS mit Exchange laufen und wird nun zu 2019 Essential wechseln. Da es keine SBS-Variante mehr gibt, muss also Exchange inkl. Benutzerlizenzen gekauft werden. Dazu muss auf allen Clients das eigentlich ausreichende Office 2010 durch mindestens Office 2013 ersetzt werden, da Exchange nicht mehr mit 2010 zusammenarbeiten möchte.


    Ende vom Lied - da entstehen mehr Kosten für Software, denn für den eigentlichen Austausch des Servers.


    Die Alternative wäre, dass man dem Kunden David anbietet.


    Da ich aus dem Microdoof-Lager komme und mit David erst seit einem halben Jahr Erfahrung gesammelt habe, stellt sich mir natürlich die Frage, ob und wie das halbwegs sauber über die Bühne gebracht werden kann. Beim Kunden habe ich 10 Benutzer und insgesamt 18 E-Mail-Adressen, jedoch durch die Anhänge (Pläne, Konstruktionszeichnungen etc.) ein ordentliches Datenvolumen von rund 30 GB.

    Hat das schon mal jemand gemacht und kann mir Tipps geben, auf was zu achten ist? Fallstricke?


    Gruß Frank

  • Man kann sich mit einem Outlook 2013 oder neuer behelfen, indem man es beim David Server mit Exhange Active Sync anmeldet und a bestehenden Exchange Server. Achtung das muss man in der Systemsteuerung einstellen, weil Outlook voll auf Autodiscover setzt, damit Oma Frieda den Account ohne fremde Hilfe einrichten kann.


    Dann die Archive manuell kopieren, ist zwar mühsam, aber es geht. Das Problem bei david ist es, das es keienen LDAP und kein Exchange Web Service hat. Das mag daran liegen, das die Kapazitäten der Softwareprogrammierer durch Verschlimmbesserungen am Outfit beschäftigt sind. Oder die müssen bei Microsoft dafür bezahlen, wenn sie die Schnittstellen nutzen. Leider ist das ein allgemeiner Trend, das die Software fast immer nur im eigenen Lager arbeitet. Hat man sich für eins entschieden, setzt die Kundenbindung ein.

  • Wenn die Postfächer technisch "sauber" sind kannst du bei der überschaubaren Anzahl (10 Benutzer) auch durchaus versuchen, den Outlook-Import im David-Client zu nutzen. Ob dahinter ein Exchange liegt, ist dem Tool egal. Allerdings sollte die lokale Daten-Datei konsistent sein, das Import-Tool ist da sehr zickig anspruchsvoll. Am besten auch alle Caches etc. in Outlook abschalten.


    Meine Kunden lassen sich meistens darauf ein, dass man eine Zeitlang beide Systeme parallel laufen lässt, du kannst dann nach und nach für die User den Import durchführen, während die schon produktiv im David arbeiten. 30 GB sehe ich dabei nicht als kritisch an, zumal du schreibst, es gibt große Dateianhänge - da hat man also vermutlich mit verhältnismäßig wenigen Einträgen zu tun.

  • An einem neuen Office werdet ihr aber doch über kurz oder lang eh nicht vorbei kommen, wenn der Support in nicht mal einem Jahr ausläuft.


    Schaut und vergleicht daher lieber die Funktionen und entscheidet danach, bevor ich wegen Office wechselt und nachher nicht zufrieden seit.

  • Also man kann einfach den Outlook import nutzen. Habe ich bei Backups von anderne Pcs auch schon erfolgreich durchgeführt.

    Sehe das aber wie Spike, wenn es nur an Office hängt sollte man das abwägen...

    Ggf office 365 für alle besorgen, dann hat man seine ruhe ;)

  • ... wissen die Endnutzer, was der Wechsel von Outlook zu David für sie bedeutet?

    Wer Outlook und die dazu passende Literatur und die Hilfen im Internet kennt und nutzt, der darf sich bei David erstmal umgewöhnen.

    Wie sind Schulungen (zu Beginn) und Support (im Life Cycle) geplant?

    Viele Grüße

    Nabbi

    PS: Einführung eines neuen Programms ist auf jeden Fall spannend, lehr- und lernreich und ein sehr gutes Gehirnjogging.:thumbsup:

  • Das halte ich für am Wichtigsten bei dieser ganzen Maßnahme!

    Regards/

    Frank


    PS:

    Tobit DAVID (since 1998):

    Born, raised up, collecting knowledge, getting wiser

  • Wie sind Schulungen (zu Beginn) und Support (im Life Cycle) geplant?

    Viele Grüße

    Nabbi

    PS: Einführung eines neuen Programms ist auf jeden Fall spannend, lehr- und lernreich und ein sehr gutes Gehirnjogging.:thumbsup:



    Das mit dem Jogging sehe ich auch so :-)
    Für Schulungen ist ja gesorgt. http://www.david3.de/events

    "Firmentarif" Wer 3 (2?) und mehr Personen zu einem Termin anmelden möchte, am besten vor der Buchung einen "Firmentarif" anfragen.
    "Wunschtermin" Ab 10 Personen kann man einen Wunschtermin vereinbaren.

    So jedenfalls der Stand in den letzten, aktuellen Newslettern.

    "Programming today is a race between software engineers striving to
    build bigger and better idiot-proof programs, and the Universe trying
    to produce bigger and better idiots. So far, the Universe is winning."

  • spätestens wenn die Nutzer zu Schulungen nach Ahaus reisen wird es aber schwierig das noch als kostengünstiger zu rechnen :huh:
    Ganz davon abgesehen das auch interne Schulungen Kosten verursachen...

    Nein, überhaupt nicht. Weil man nicht jedes Jahr solche grundlegenden IT-Änderungen macht, rentieren sich diese Kosten über den meist langjährigen Einsatzzeitraum. Wenn ich die aktuellen Preise von Microsoft richtig kenne, ist david auch mit Schulung rechnerisch immer noch günstiger. :-)

    "Programming today is a race between software engineers striving to
    build bigger and better idiot-proof programs, and the Universe trying
    to produce bigger and better idiots. So far, the Universe is winning."