aus Tobit KB importiert - vom 18.12.2002 - Beitrag bei Tobit
Problem
Wie werden die Internet Hosting Services (IHS) eingerichtet?
Antwort
Wenn Sie bereits während der DvISE-Installation die Einrichtung einer eMail-Verbindung (IHS via ISDN) vorgenommen haben, so ist ein entsprechender Port bereits installiert und vorkonfiguriert.Ist dies nicht der Fall, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Einrichtung derIHS-Dienste zur Auswahl: Sie können einen bereits bestehenden ISDN-Port zusätzlich auch für die IHS-Kommunikation nutzen oder Sie installieren für diesen Zweck einen komplett neuen ISDN-Port.
Nutzen eines bestehenden ISDN-Ports
Wechseln Sie im DvISE Administrator (Windows) bzw. im DvISE Service Layer (NetWare) in den Hauptmenüpunkt »Konfiguration -> Ports« und öffnen Sie hier den Konfigurationsdialog des gewünschten ISDN-Ports. Stellen Sie sicher, dass unter dem Punkt »Dienste« der Eintrag »eMail (SMTP)« aktiviert ist. Die Konfiguration dieses Ports für die IHS-Nutzung erfolgt unterhalbdes Punktes »IHS«.
Installieren eines neuen ISDN-Ports
Wenn Sie einen eigenen ISDN-Port für die Internet Hosting Services zusätzlich zu bereits bestehenden Kommunikationsports einrichten wollen, benötigen Sie hierfür eine weitere Port-Lizenz. Diese ist im Hauptmenü unterhalb von »Datenbanken -> Lizenzen« einzutragen.
Unter Windows starten Sie anschließend das Port-Setup-Programm, indem Sie in den Punkt »Konfiguration -> Port« wechseln und hier auf das Symbol »Neu« klicken. Unter Novell NetWare starten Sie das Port-Setup-Programm auf einer Arbeitsstation durch Ausführen der Datei SETUP.EXE aus dem Serververzeichnis »\DAVID\INSTALL«.
Sie erhalten ein Auswahlfenster mit der Auflistung aller bereits eingerichteten Kommunikationsports. Klicken Sie auf »Hinzufügen« und wählen Sie anschließend die Option »IHS (Internet Hosting Services)« aus. Nach dem Festlegen der zu verwendenden ISDN-Hardware werden Sie dazu aufgefordert, die Dienste auszuwählen, die über diesen Port genutzt werdensollen. Selektieren Sie hier in jedem Fall den Punkt »eMail (IHS via ISDN)«. Wenn Sie den Port auch für weitere Dienste nutzen wollen, wählen Sie diese zusätzlich aus. Fahren Sie anschließend mit dem Port Setup fort und selektieren Sie bei Aufforderung die gewünschte Verbindungsart (tobit.net, Tobit Internet Hosting Services oder einen anderen IHS-Provider). Die weitereEinrichtung verläuft automatisch. Lediglich bei Auswahl eines anderen IHS-Providers ist die anzuwählende Rufnummer für eine automatische Einrichtung anzugeben. Diese Nummer erhalten Sie von Ihrem IHS-Provider.
Nach Abschluss der Installation und erstmaligem Laden des Ports wird der IHS-Provider automatisch angewählt. Bei erfolgreichem Aufbau dieser Verbindung wird Ihr eMail-Zugang ebenfalls eventuell automatisch eingerichtet. Falls Sie keine Nummer für eine automatische Einrichtung von Ihrem IHS-Provider bekommen haben, müssen Sie die Zugangsdaten nachträglich eintragen.
Daraufhin erhalten Sie eine Bestätigung über die Einrichtung dieses eMail-Zugangs inklusive Ihrer Zugangsdaten. Diese Nachricht wird nach dem Empfang im Archive »Unverteilt« abgelegt. Sie ist die erste eMail, die Sie über die Internet Hosting Services erhalten und dient somit gleichzeitig als Funktionsbestätigung.
Während der Übertragung dieser eMail wird automatisch der Name der Ihnen zugewiesenen Domäne übermittelt und im Hauptmenü unterhalb von »Konfiguration -> System -> Domäne« eingetragen. Eine weitere Konfiguration ist nicht erforderlich. Direkt nach dem Empfang dieser Nachricht können Sie IHS nutzen und somit Internet-eMails versenden und empfangen. Der IHS-Provider nimmt im Normalfall alle eMails, die an eine Adresse Ihrer Mail-Domäne gerichtet sind, an und leitet diese an Ihren DvISE Server weiter, der die endgültigeVerteilung in Ihrem lokalen System übernimmt.
Gültige eMail-Adressen
Wenn in der Benutzerkonfiguration der einzelnen Anwender kein Eintrag im Feld »Generelle eMail-Adresse« vorhanden ist, werden für diese Benutzer automatisch generierte eMail-Adressen für den Versand und den Empfang verwendet. Diese setzen sich zusammen aus den Login-Namen der jeweiligen Anwender und dem Domain-Namen, der automatisch in die Systemkonfiguration eingetragen wurde (z.B. rsander@ihrefirma.tobit.net). EmpfangeneeMails, die an eine dieser Adressen gesendet wurden, werden automatisch in die Eingangsbücher der entsprechenden Benutzer gestellt.
Anstatt dieser automatisch generierten Adressen können natürlich auch selbst definierte Adressen verwendet werden. Sobald sich in der DvISE-Benutzerkonfiguration am Server ein Eintrag im Feld »eMail« befindet, wird dieser als eMail-Adresse verwendet. Achten Sie besondersauf die gültige Syntax, wenn Sie hier Eintragungen vornehmen. Wenn Sie hier auchBenutzerkürzel für den internen eMail-Verkehr eintragen wollen, dürfen diese nicht an erster Stelle in diesem Feld stehen. Tragen Sie diese Kürzel stets durch Komma getrennt hinter der kompletten eMail-Adresse ein.
Konfigurieren der Verbindungsparameter
Um Änderungen an der IHS-Konfiguration oder die manuelle Einrichtung vorzunehmen, z.B. um das Zeitintervall für den regelmäßigen Verbindungsaufbau zu verändern, rufen Sie die Port-Konfiguration des ISDN-Ports auf, der für die IHS-Kommunikation genutzt wird. Wählen Sie dazu im Hauptmenü den Punkt »Konfiguration -> Ports« und selektieren Sie den entsprechendenPort. Befindet sich Ihre DvISE-Installation auf einem Novell NetWare Server, sonehmen Sie die entsprechenden Einstellungen für den IHS-Port direkt im Konfigurationsdialog des entsprechenden Transport Layer Drivers (TLD.NLM) vor.
Unter dem Menüpunkt »IHS« finden Sie alle Parameter, die für die Anwahl des IHS-Providers notwendig sind. Die Standardeinstellungen wurden bei der Installation des Ports und der anschließenden Autokonfiguration (s.o.) eingetragen.
- Pollingnummer und Sendenummer
Es wird eine Nummer für das Abrufen und eine Nummer für den Versand von eMails benötigt. Über diese Nummern werden Sie während der Einwahl beim IHS-Provider eindeutig identifiziert. Ändern Sie diese Nummern daher nur, wenn Sie von Ihrem IHS-Provider dazu aufgefordert werden, da ansonsten ein erfolgreicher Verbindungsaufbau nicht möglich ist. - Passwort
Das Passwort für den Zugriff auf die Daten des DvISE Host wird automatischnach dem ersten erfolgreichen Verbindungsaufbau eingetragen. Es wird beijedem weiteren Verbindungsaufbau überprüft. Ein Ändern des Passwortesist ausschließlich in Absprache mit dem IHS-Provider möglich. - DvISE Host Mode
Dieser Punkt beschreibt die Betriebsart des Host Servers beim Provider. Auch hier sollte die Vorgabe nur in Absprache mit Ihrem IHS-Provider verändert werden. - Scan Intervall (min)
Bestimmen Sie hier das Intervall in Minuten, in dem der IHS-Provider regelmäßig angewählt werden soll, um evtl. empfangene Mails abzurufen. Der Mindestwert beträgt 5 Minuten. - Aktiver Zeitraum
Legen Sie einen Zeitraum fest, in dem der IHS-Provider in den definierten Intervallen angewählt werden soll. Außerhalb dieses Zeitraums wird keine Verbindung aufgebaut. Wenn Sie also wünschen, dass die regelmäßigen Verbindungen ausschließlich tagsüber zwischen 8:00 Uhr und 19:00 Uhr stattfinden sollen, so geben Sie hier »8:00 - 19:00« ein. - Verbinden an
Standardmäßig wird die Verbindung zum IHS-Provider an jedem Wochentag im eingestellten Intervall aufgebaut. Wenn Sie dies jedoch am Wochenende (Samstag und/oder Sonn-tag) unterbinden möchten, können Sie hier die Tage festlegen, an denen kein Verbindungsaufbau stattfinden soll. Sendeaufträge bleiben an diesen Tagen im Auftragsbuch stehen und werden erst nach Ablauf dieser Zeitspanne versendet. Ebenso werden eMails, die innerhalb dieses Zeitraums auf dem Server des IHS-Providers für Sie empfangen werden, erst nach dem Wochenende abgeholt. - Rückmeldung bei Versand
Bestimmen Sie hier, ob und in welchem Fall Sie zusätzlich die Rückmeldungen beim Versand von eMails über IHS wünschen. Die Rückmeldungen werden als eMail direkt vom IHS-Provider an Ihren Server übertragen. Diese Rückmeldung betrifft den Versand Ihrer eMail vom IHS-Provider ins Internet und wird als zusätzliche Nachricht ins Eingangsbuch des DvISE Benutzers verteilt. - Ausgehende sofort
Standardmäßig werden Sendeaufträge innerhalb der regelmäßigen Verbindungsintervalle versendet. Bis zum Erreichen des nächsten Zeitpunktes stehen sie im Auftragsbuch des Absenders. Wenn Sie möchten, dass jeder Sendeauftrag sofort bearbeitet wird, aktivieren Siediesen Schalter. Nach dem Versand einer solchen Mail wird die bestehende Verbindung genutzt, um auch evtl. empfangene eMails abzurufen. Danach wird der Zähler für die nächste Verbindung auf »0« gesetzt, so dass die Berechnung des nächsten Intervalls vom aktuellen Zeitpunkt aus geschieht.Diese Betriebsart kann unter Umständen beträchtliche Telefonkosten verursachen, wenn eine große Anzahl eMails versendet wird, da im ungünstigsten Fall der Provider für jeden Sendeauftrag separat angewählt wird.
- Archive Replizierung erlauben
Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie neben den eMail Hosting Services auch das Web Server Hosting nutzen möchten. Setzen Sie sich in diesem Falle mit Ihrem IHS-Provider in Ver-bindung, damit er diesen Service für Sie frei schaltet.
Hinweis:
Weitere Informationen zu dem Thema »Externe eMail ohne eigene Internet-Anbindung« erhalten Sie im KnowledgeBase Artikel 103.151.