aus Tobit KB importiert - vom 22.05.2003 - Beitrag bei Tobit
Problem
Es wird ein analoges Faxmodem für Faxrundsendungen eingesetzt. Hierbei kommt es häufig zu Problemen bei der Übertragung, z.B. vorzeitige Abbrüche. Teilweise kann dieser Effekt auch beim Versand an einige einzelne Gegenstellen beobachtet werden.
Antwort
Je nach Faxaufkommen und Auslastung des Systems kann dies Einfluß auf die Bereitstellung eines Jobs zur Übermittlung durch einen TLD darstellen.
Sollten bei Ihnen nur vereinzelnd Faxe versendet werden, jedoch keine Serienfaxe im größeren Umfang, so kann durchaus ein analoges Faxmodem zu Einsatz kommen.
Eine empfehlenswerte Hardwarelösung für kleinere Unternehmen, die sehr selten Faxrundsendungen verschicken kann z.B. eine passive ISDN-Karte sein.
In größeren Unternehmungen bzw. bei häufigem Versand auch von größeren Faxrundsendungen sollte eine aktive ISDN-Karte eingesetzt werden. Eine entsprechende Erweiterung der Ports sollte in Betracht gezogen werden, damit Faxsendungen variabel auf die zur Verfügung stehenden Ports verteilt werden können.
Ein Faxmodem ist zur Versendung von Serienfaxen im größeren Stil eher ungeeignet. Hier sind bereits technische Grenzen gesetzt, die durch die Qualität eines AD/DA Wandlers, Leitungsprobleme, Störquellen, etc. beeinflußt werden können.
Ein weiterer Faktor ist die Bearbeitung eines Rundsendejobs durch den DvISE Service Layer und den TLD. Zwar wird bei Erstellung eines Rundsendefaxes das Fax selber nur einmal konvertiert, jedoch wird für jeden Empfänger ein eigener Job generiert, der nach einem bestimmten Zeitpunkt zum Versand bereitgestellt wird. Ist z.B. der Abstand zwischen zwei Aufträgen zu gering würde bei einem Faxmodem noch während der Übertragung des ersten Jobs der zweite Job unbearbeitet bleiben bzw. gestört werden, weil das Modem noch mit dem ersten Job beschäftigt ist. Eine ISDN Lösung ist hier wesentlich flexibler und optimaler einsetzbar.
Einflußnahme kann man hier ausüben, indem Sie im DvISE Administrator unterhalb von »Konfiguration -> System -> Optionen« einen Wert in ms in das Feld "Minimaler Abstand zweier Aufträge" eintragen.
Erhöhen Sie hier den Wert in sinnvollen Schritten; ein empfehlenswerter Ausgangswert ist 800 ms.
Weitere Möglichkeiten zur Einflußnahme sind folgenden Einträge in der jeweiligen TLD.INI (»DAVID\TLD\PORTS\00x«) eines Ports. Bei Änderungen muss der Dienst »DvISE TLD00x« neu gestartet werden:
- TXBUFSIZE=4096
- WaitForFTPS=TRUE
Eine weitere Möglichkeit besteht mit der DAVID.INI aus dem Verzeichniss »DAVID\CODE«. Entfernen Sie hierzu das Semikolon (";") bei den folgend genannten Einträgen und testen die genannten Wertbereiche aus. Ändern Sie die Werte synchron und starten Sie nach dem Abspeichern den Dienst »DvISE Service Layer« jeweils neu:
- ScanDelay = 2000
[Wertbereich in 1000er Schritten von 3000 - 5000] - QueueScanDelay = 2000
[Wertbereich in 1000er Schritten von 3000 - 5000] - TLDControlDelay = 2000
[Wertbereich in 1000er Schritten von 3000 - 5000] - MainTLDControlDelay = 2000
[Wertbereich in 1000er Schritten von 3000 - 5000] - GetFirstFreeTLDDelay = 1000
[Wertbereich in 1000er Schritten von 2000 - 5000] - JOBFreeDelay = 1500
[Wertbereich in 1000er Schritten von 2000 - 5000]
Je nach Leistungsfähigkeit (CPU; RAM) kann unter Umständen aufgrund der Menge an anstehenden Jobs die Standard Delay Einträge zu niedrig sein, weil die Gesamtperformance des Rechners ungeeignet ist.
Bei vereinzelten Problemen mit nur bestimmten Gegenstellen können die bereits genannten Faktoren eine Lösung darstellen.