aus Tobit KB importiert - vom 25.08.2003 - Beitrag bei Tobit
Problem
Es besteht das Problem, dass eMails im HTML-Format von einem Online Shop als Auftragsbestätigung ohne Umlaute empfangen werden. Gibt es hierfür eine Lösung?
Antwort
Grundlegend ist festzuhalten, dass ASCII und ANSI zwischen 0-127 identischen Zeichen entsprechen, wie Sie im American Standard Code for Information Interchange definiert sind. Ab 127-254 weichen die zugeordneten Zeichen ab.
Das DvISE System konvertiert eMails streng nach 7Bit ASCII und entspricht hiermit der RFC Norm 1521, siehe KnowledgeBase Artikel Q-102.041.
Zeichen ab ASCII 127 werden bei der Konvertierung in Steuercodes umgesetzt, z.B. »ß« entspricht dem deutschen »ß« und werden nicht wie beim 8Bit ANSI im Klartext übermittelt.
Hierdurch obliegt dem Empfangssystem diese Steuercodes korrekt nach seiner ASCII Tabelle in ein klar lesbares Zeichen umzusetzen. Werden jedoch unterschiedliche Interpretation zu Grunde gelegt, kann dies misslingen.
Folgend ein Beispiel:
Outlook verwendet in der Grundeinstellung ein Konvertierungsverfahren nach 8Bit ANSI, wodurch der Zeichensatz ab ASCII 127 (siehe Tabelle) anders interpretiert wird.
Da das DvISE System aber streng nach 7Bit ASCII vorgeht und Outlook nach 8Bit ANSI kann dies wie z.B. beim dänischen »ø« fehlinterpretiert werden, was allerdings eine Ausnahme darstellt, da in der Regel die Sonderzeichen aufgrund der Steuercodes sauber interpretiert werden.
Korrekte Anzeige von Sonderzeichen gewährleisten
Sie müssen Ihren eMail Client so konfigurieren, dass er Nachrichten nach Unicode (UTF-7) konvertiert. Hierdurch stellen Sie sicher, dass auch speziellen Sonderzeichen, vorrausgesetzt diese basieren ebenfalls auf den OSTWEST-Font nach ASCII/ANSI, korrekt interpretiert werden.
Unter Outlook/Outlook Express können Sie dies bei Erstellung einer neuen Nachricht unterhalb von »Format -> Zeichensatz -> Mehr -> Unicode (UTF-7)« einstellen.