Frage wegen SMTP Nutzung

  • Hi an Alle,


    ich sitze gerade ratlos vor einem Problem.

    Ich habe hier einen David Mailserver, neuestes Rollout ist installiert.

    Von hier aus werden Emails per Pop3 abgerufen und wie sollte es anders sein per SMTP verschickt.

    Bisher lagen alle Email Adressen beim selben Provider, genannt "domain.com".

    Das funktioniert auch alles wunderbar.


    Nun das Problem: Seit neuestem werden nicht nur domain.com Adressen benutzt, sondern auch domain.eu

    Diese Domain (und damit auch die Mails) liegen bei einem anderen Provider.

    Nun habe ich testmails verschickt von einer neuen domain.eu Adresse. Diese kommt auch an. ABER wenn ich in den Header schaue bei der angekommenen Email, sehe ich, dass diese über den SMTP des FALSCHEN Providers geschickt wurde.

    Absender ist die domain.eu, die email läuft aber über den domain.com Provider, ein komplett anderer.


    Nun meine Fragen:

    1. sehe ich es richtig, dass der domain.com Server scheinbar ungefragt SMTP Emails annimmt und verschickt? Email Adresse und User sind diesem Server nämlich absolut nicht bekannt.

    2. Kann es sein dass das aus dem Grund passiert, weil im Postman der Haken bei "Generell über Provider senden" aktiviert ist?

    Sind diese ganzen Postman Einstellungen, inkl. und insbesondere der SMTP Host Name komplett überflüssig und eher hinderlich, wenn man die Mailadressen des externen Providers ohnehin einzeln bei den Usern anlegt


    Meiner Logik nach kann man sich die Einstellungen beim Postman, zumindest den Haken bei "Generell über Provider senden" sparen und sowohl die .com, als auch die .eu adressen gehen über den richtigen SMTP raus, sofern man die POP3 und SMTP Einstellungen bei den einzelnen Adressen bei den Usern hinterlegt hat?


    Ich möchte jetzt ungern einfach um es darauf ankommen zu lassen den Haken entfernen und dann gehen am Ende gar keine Emails mehr raus ;)

  • Zu deiner Vorbeobachtung kann man sagen, dass der domain.com Server "freundlicherweise" auch Mails an die domain.eu annimmt und weiterleitet. Ohne genaue Namen kann man da jetzt schlecht über falsch oder richtig urteilen.
    Zu deinen Fragen

    1: siehe meine Vorbetrachtung ;-)

    2: ja

  • 1. Dein "domain.com" Provider nimmt die "domain.eu" die Mails deswegen ebenfalls zur Weiterleitung an weil Dein David sich bei ihm vorher als "domain.com" User authentifiziert hat und somit zur Nutzung der Relais berechtigt ist.
    Nun kann das natürlich dennoch unerwünscht sein und eine Lösung muss her...

    Die Lösung sieht wie folgt aus:

    Im David Administrator unter:
    System > eMail > Postman - SMTP Dienst > Datenbanken > Sende Methode

    legt man eine neue Sende Methode an.
    Aktiviert oben unter "zu überprüfende Adresse" den Radio Button bei "eMail-Adresse der Absender"
    Und trägt im Feld "eMail-Adresse" folgendes ein: "*@domain.com"
    Im unteren Bereich werden dann die Daten des Providers für "domain.eu" eingetragen.

    Wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will legt man für den ersten Provider ebenfalls so einen Eintrag an.

  • Wizzard ich denke das hast Du falsch verstanden, denn wenn der Fragesteller tatsächlich jedem Benutzer einen einzelnen POP3 Abruf in seine Benutzerkonfiguration hinterlegt hätte wäre es nie zu dem Problem gekommen und transcamion hätte insbesondere nie Frage 2 stellen müssen....
    Denn dann hätte die Konfiguration des Postman generell über den Provider zu versenden - wo man genau nur einen solchen eintragen kann - keine Auswirkung, da gar keine noch nicht versendeten Mails mehr beim Postman auftauchen würden, weil sie vorher bereits über das beim einzelnen Benutzer eingetragene Postfach (per smtp) versandt worden wären.

    Musst Du also falsch verstanden haben...

    Grundsätzlich sollte man auch die eMails aber auch nicht über lauter einzelne POP3 Konten beim Provider abholen und dann bei jedem Benutzer dessen Abruf und Versand eintragen.
    Statt dessen richtet man beim jeweiligen Provider eine Catch All Adresse ein, konfiguriert im David entsprechend einen einzigen zentralen Pop3 Abruf für dieses eine PO3 Postfach beim Provider und trägt dann auch - wie eingangs beschrieben - direkt im Postman ein das generell über den Provider versendet werden soll.
    Dann kümmert sich der Postman des David darum die Mails lokal auf die Nutzer zu verteilen. Der vorteil ist das man nicht jede einzelne eMail Adresse an 2 Stellen einrichten und pflegen muss. damit kann man später auch ohne Probleme mal eine Umstallung auf echte SMTP Zustellung der eingehenden eMails auf den David Server machen ohne alles einzeln anfassen zu müssen.

    Und genau so wird das beim Fragesteller auch eingerichtet sein, sonst würden nun keine Antworten auf Mails welche über Provider 2 reinkommen über Provider 1 rausgeschickt werden.

    Wenn man nun so einen Fall mit per POP3 abgeholten Mails von mehr als einem Provider einrichtet muss man entsprechend passende Sendemethoden einrichten damit der David weiß was er über welchen der beiden Provider raus schicken soll. Das die Mails initial per POP3 vom Provider abgeholt werden ändert an der Stelle also nichts an dem Verhalten das der David Server auch zeigen würde wenn ihm die Mails per SMTP eingeliefert würden.

    Kurzum, das einrichten mindestens einer Sendemethode für den zweiten Provider, besser noch je einer pro Provider löst das Problem des Fragestellers hier zuverlässig.

  • Dann kümmert sich der Postman des David darum die Mails lokal auf die Nutzer zu verteilen.

    Mit deinen Ausführungen zum generellen Empfang/Versand hast du nicht ganz unrecht, ist aber von der jeweiligen Situation/Anschauung/Skill des Einzelnen abhängig. Daher gibt es ja auch so viele Möglichkeiten das zu konfigurieren.
    Bei deiner zitierten Aussage muss ich dich aber ein wenig korrigieren. Die Verteilung der Mails auf die einzelnen Benutzer wird nicht vom Postman gemacht sondern vom ServiceLayer. Das aber nur als Detail am Rande.

  • Mit deinen Ausführungen zum generellen Empfang/Versand hast du nicht ganz unrecht, ist aber von der jeweiligen Situation/Anschauung/Skill des Einzelnen abhängig. Daher gibt es ja auch so viele Möglichkeiten das zu konfigurieren.
    Bei deiner zitierten Aussage muss ich dich aber ein wenig korrigieren. Die Verteilung der Mails auf die einzelnen Benutzer wird nicht vom Postman gemacht sondern vom ServiceLayer. Das aber nur als Detail am Rande.

    ändert aber nichts dran das der hier vorgestellte Fall offenkundig so eingerichtet ist das die Mails zentral und nicht über einzelne Benutzer Postfächer abgeholt werden, denn sonst hätte das Problem mit den über den falschen SMTP Server versandten mails halt gar nicht auftreten können.


    Bei deiner zitierten Aussage muss ich dich aber ein wenig korrigieren. Die Verteilung der Mails auf die einzelnen Benutzer wird nicht vom Postman gemacht sondern vom ServiceLayer. Das aber nur als Detail am Rande.

    hier liegst Du aber richtig, das war tatsächlich ein fehlerhaft erklärtes Detail :huh:

  • Statt dessen richtet man beim jeweiligen Provider eine Catch All Adresse ein, konfiguriert im David entsprechend einen einzigen zentralen Pop3 Abruf für dieses eine PO3 Postfach beim Provider und trägt dann auch - wie eingangs beschrieben - direkt im Postman ein das generell über den Provider versendet werden soll.

    Ist das so?!?!

    Ich habe das bei mir so gelöst das ich für jede email adresse 1 Pop3 beim Grabbing habe und eine Sende Methode.

    Bei mir sind es aber auch insgesamt nur 2 domains mit einmal 7 und einmal 8 Adressen.

    Somit 15 Pop3 Abfragen und 15 Sendemethoden

    Ist das nicht optimal eingerichtet ?


    Ich habe zusätzlich noch eine *@domain.com pro domain die dann auf mein Postfach weiterleitet, so das wirklich auch alles ankommt...

  • Ich habe das bei mir so gelöst das ich für jede email adresse 1 Pop3 beim Grabbing habe und eine Sende Methode.

    Bei mir sind es aber auch insgesamt nur 2 domains mit einmal 7 und einmal 8 Adressen.

    Somit 15 Pop3 Abfragen und 15 Sendemethoden

    Ist das nicht optimal eingerichtet ?

    Das ist in der Tat nicht optimal eingerichtet.
    Dieses Setup enthält mindestens 15 unnötige Fehlerquellen.
    Das mag bei insgesamt nur 15 eMail Adressen noch überschaubar und daher in endlicher Zeit managebar sein.
    allerdings wäre es mit nur genau 2 POP3 Abfragen und zwei Sendemethoden realisierbar und damit entsprechend weniger komplex sowie besser managebar, vor allem aber leichter vollständig prüfbar.

    Zu diesen unnötigen POP3 Abfragen auf Seiten des David Servers kommen ja letztlich auch noch 15 unnötige POP3 Mailboxen beim Provider und damit weitere mögliche Fehlerquellen.

    Der Provider freut sich darüberhinaus sicher über die zusätzliche unnötige Inanspruchnahme seiner Systeme.
    Wo normaler Weise pro Provider ein Abruf je Intervall ausreichen würde sieht der Provider nun 8 bzw. 9 POP3 Abfragen je Domain (wenn die Domains auf zwei Provider verteilt sind sieht natürlich jeder seinen Teil davon...)

    Das mag wie geschrieben bei insgesamt nur 15 + 2 (die beiden *domain.com) Postfächern nicht nach viel aussehen, doch schon wenn man nur alle 5 Minuten nach Mail guckt sind das pro Tag 4320 unnötige Abfragen. Würde man das in unserer Größenordnung machen wären es gleich mal satte 28.800 unnötige Abfragen pro Tag. Fragt man seine eMails noch häufiger beim Provider ab wird das gar noch schlimmer. Das belastet nicht nur die Provider unnötig, es sorgt letztlich auch dafür das Mails langsamer als nötig durch die Systeme laufen.

    Sinnvoll eingerichtet lässt man den Grabbing Server die beiden *@domain.com Adressen abrufen - hat dafür keine dedizierten eMail Adressen pro Nutzer beim Provider - und lässt dann den David Service Layer die eMails lokal auf die einzelnen Nutzer verteilen. Dazu muss man dem Grabbing Server nur mitteilen welches Mail-Header Feld er für die Verteilung auswerten soll. Bei unserem Provider wertet der David dazu zweckmäßiger Weise das Adressfeld X-ENVELOPE-TO: aus um die Mails auf die einzelnen Benutzer zu verteilen. In der Benutzerkonfiguration reicht dann das angeben seiner jeweiligen Haupt eMail Adresse auf Seite 1 der Benutzerkonfiguration aus. Soll ein Benutzer mehr als eine eMail Adresse haben kann man ihm - ebenfalls auf Seite 1 der Benutzerkonfiguration - bis zu 6 weitere eMail Adressen eintragen.

    Zusätlich wird dann noch wie weiter oben schon beschrieben je verschiedenem provider und dort liegender Domain eine korrekt konfigurierte Sendemethode benötigt. liegen beide Domains bei ein und dem selben Provider reicht meist sogar nur eine Sendemethode. bei Unserem Provider reicht sogar zum abholen ein einziges Catch All - also *@[alle domains] - Postfach um mit einem einzigen Abruf je Intervall alle Mails die eventuell warten abzuholen.

    Damit hat man dann eine leicht zu pflegende und performante Konfiguration welche auch andere Systeme nur so weit als nötig belastet.

  • Damit hat man dann eine leicht zu pflegende und performante Konfiguration welche auch andere Systeme nur so weit als nötig belastet.

    Das hört sich soweit ganz gut an. Müsste ich wenn ich mehr Zeit habe mir einmal genauer anschauen wie du das mit dem Service Layer verteilst.

    Also mit dem ENVELOPE-To muss ich mal gucken wo das eingestellt wird genau ;)

  • ändert aber nichts dran das der hier vorgestellte Fall offenkundig so eingerichtet ist das die Mails zentral und nicht über einzelne Benutzer Postfächer abgeholt werden, denn sonst hätte das Problem mit den über den falschen SMTP Server versandten mails halt gar nicht auftreten können.


    hier liegst Du aber richtig, das war tatsächlich ein fehlerhaft erklärtes Detail :huh:

    Es ist aber tatsächlich so der Fall.

    Die domain.com Adressen sind Als POP3 im Grabbing Server eingerichtet mit ensprechenden Verteilregeln.
    Die domain.eu Adressen sind bei den jeweiligen Usern direkt als POP3 eingerichtet.
    Aus diesem Grund sind unter dem Punkt Sende Methode bereits automatisch die .eu Adressen angelegt, verschickt wird das ganze aber dennoch weiterhin über den .com Server. Und das war der Punkt den ich nicht ganz nachvollziehen kann.
    Wenn ich nun den Haken bei "Generell über Provider senden" raus nehme und ich für die .com Adressen eine Sende Methode anlege, müsste doch alles korrekt verschickt werden, oder?

  • Wenn ich nun den Haken bei "Generell über Provider senden" raus nehme und ich für die .com Adressen eine Sende Methode anlege, müsste doch alles korrekt verschickt werden, oder?

    Wenn Du das in Deiner Konfiguration so machst führt das dazu das die .com Adressen über den .com Provider gehen und die .eu direkt zugestellt werden.

    In Diener jetzigen Konfiguration werden die .eu Adressen nur dann über den .eu Provider versandt wenn es sich um Antworten auf über diese Adressen hereingekommene Mails handelt.

    Wenn Du nur eine Sendemethode einrichten willst statt zwei - was sinnvoller wäre weil dann jeder der den Server anguckt direkt weiß was >warum< vor sich geht - musst Du mindestens eine Sendemethode für die .eu Adressen einrichten und kannst dann prinzipiell den Haken generell über Provider versenden im Postman gesetzt lassen.

    Besser ist es wenn Du wie ich ganz oben bereits schrieb für jeden Provider eine Sendemethode mit der dort gehosteten Domain einrichtest, dann ist das absolut sauber und für jeden mit Ahnung vom David auch direkt nachvollziehbar.

  • Danke für die Rückmeldung, ich habe damit jetzt einen ersten Erfolg erzielt.

    die .eu Email kommt nun über den .eu Server, das hat funktioniert, das sehe ich im Header wenn ich mir eine Email an meine web.de adresse schicke.

    Es scheint also so zu funktionieren. Ich werde das jetzt mal im Auge behalten, vielen Dank schon mal an alle für die Unterstützung!

  • Noch ein kleiner Nachtrag, falls mal jemand vor dem selben Problem steht.


    nach Lösung des Problems gingen die Emails wie gewünscht raus. Es sind aber keine mehr rein gekommen.

    Lösung: Beim Grabbing Server den Haken bei den Abrufeinstellungen "wie Postman" raus machen.

  • Ich halte übrigens 15 Pop3-Postfächer für wesentlich praktischer als ein Catch-All in dem jeder Schrott auch an alle ehemaligen Empfänger/Postfächer landet.

    Und der Pflegeaufwand hält sich sehr in Grenzen. Daher aus meiner Sicht: Deine Konfiguration ist nicht schlecht/falsch!

  • Ich halte übrigens 15 Pop3-Postfächer für wesentlich praktischer als ein Catch-All


    Das sehe ich komplett anders. Du hast einen Mailserver und konfigurierst X Postfächer ZUSÄTZLICH.

    Mach den Haken "ungültige Mailadressen ablehnen" an und alles ist gut.


    *moep*

  • Jedem seine Meinung........


    Bei 15 Postfächern und einer geringen Mitarbeiterfluktuation wird das vielleicht einmal oder zweimal im Jahr angefasst.

    Die abgelehnten Mails kommen damit erst gar nicht ins Haus. Spart mir Bandbreite und Aufwand. ;)

  • Gerade Dinge die so selten angefasst werden bergen wenn sie unnötig komplex sind die Gefahr das sich da Fehler oder auch schlicht Inkonsistenzen einschleichen.
    Das sind dann die Installationen bei denen bestimmte Dinge für einen oder einige Benutzer nicht funktionieren während sie bei allen andere einwandfrei laufen.

    Davon abgesehen betreibt der Fragesteller eh schon ein Catch all Postfach je Domain, er holt sich also eh alles ins Haus was nicht perfekt auf die eingerichteten Nutzer passt und nennt das auch eines der erklärten Ziele.

    Nun macht es diese Art den Server einzurichten aber zusätzlich fehleranfälliger und damit schlicht auch fehlerhaft.